Flexible Materialprüfung in einem großen Temperaturbereich 

In der Forschung & Entwicklung müssen Materialien, je nach späterem Einsatzgebiet, häufig bei unterschiedlichen Temperaturen getestet. ZwickRoell bietet eine flexible Prüfmaschine, die mit Temperierkammer und Hochtemperaturofen ausgestattet ist und Zug-, Druck- und Biegeversuche zwischen -150 und +1.200 °C erlaubt.
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Gerade im Bereich Automotive, Aerospace und Kraftwerksbau müssen die verwendeten Materialien in einem breiten Temperaturbereich Stand halten. Hitzebeständigkeit, Rekristallisationstemperatur sowie thermisch-elastisches Verhalten bei unterschiedlichen Temperaturen zählen zu den zentralen Eigenschaften, welche untersucht werden müssen. Um die für die Entwicklung nötigen Versuche möglichst effizient durchführen zu können, bietet ZwickRoell eine Prüfmaschine an, die sowohl mit einer Temperierkammer, als auch mit einem Hochtemperaturofen ausgerüstet ist. Die Kombination erlaubt Messungen im Temperaturbereich von -150 bis +1.200 °C und ist daher für eine Vielzahl von Anwendungen prädestiniert. Diesen Vorteil nutzt auch beispielsweise ein chinesisches Aerospace-Forschungsinstitut. Für die Materialprüfung können sowohl Minustemperaturen auf Reiseflughöhe, also hohe Temperaturen in der Turbine bzw. Turbinennähe simuliert werden.  

Die Prüfmaschine aus der Baureihe AllroundLine mit AC-Antrieb ist wartungsfrei,  erreicht Maximalkräfte von bis 250 kN in Zug- und Druckrichtung und bietet auch bei niedrigsten Geschwindigkeiten beste Gleichlaufeigenschaften. Die Temperierkammer ist für Temperaturbereiche zwischen -80 und + 300 °C ausgelegt, kann aber mit flüssigem Stickstoff bis auf -150 °C erweitert werden. Bei dem Hochtemperaturofen kann der Anwender abhängig vom zu prüfenden Material zwischen einer 1- oder 3-Zonen Variante mit Luft- oder Vakuumumgebung wählen – die Minimaltemperatur liegt bei +200 °C, die Maximaltemperatur bei +1.600 °C. Die Dehnungsmessung für alle genannten Temperaturbereiche erfolgt über den berührungslos messenden Extensometer laserXtens HP. Er besteht aus zwei Messköpfen mit digitalen Kameras und Laserlichtquellen, die auf motorisierten Schlitten montiert sind. Dank des laseroptischen Verfahrens erfolgt die Bestimmung der Dehnung im Zugversuch ohne Probenmarkierung. Stattdessen werden „virtuelle Messmarken“ durch die Beleuchtung der Probe mit kohärentem Licht erzeugt, deren Bewegung in Echtzeit verfolgt wird. Schwenkeinrichtungen sowohl für den Ofen, als auch für den Längenänderungsaufnehmer ermöglichen ein ergonomisches Arbeiten an der Prüfmaschine.

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