Siempelkamp Prüf- und Gutachter-Gesellschaft erweitert ihr Zeitstandprüflabor mit vier Kappa 50 LA-Spring Kriechprüfmaschinen von ZwickRoell

Die Siempelkamp Prüf- und Gutachter-Gesellschaft (SPG) ist als unabhängiger Spezialist Ansprechpartner für die Prüfung, Auslegung und Inspektion von hoch beanspruchten Baugruppen und deren Komponenten aus warmfesten Werkstoffen und Nichteisenlegierungen. Mit ihrer Expertise in der Werkstoff- und Bauteilprüfung, der Festigkeitsberechnung sowie der Zustandsanalyse und der Lebensdauerbewertung unterstützt die SPG ihre Kunden bei der Produktentwicklung, während der Zulassungsverfahren und der laufenden Qualitätskontrolle.
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Die SPG ist als Prüflabor nach DIN EN ISO/IEC 17025:2018-03 und als Inspektionsstelle nach DIN EN ISO/IEC 17020:2012-07 durch die DAkkS akkreditiert. Die Akkreditierung als Prüflabor umfasst natürlich auch die für Zeitstand- und Relaxationsversuche zutreffenden Normen wie DIN EN ISO 204:2009, DIN EN 10319-2:2003 und ASTM E139-11.

Im Einsatz sind 145 Zeitstandprüfmaschinen für Prüftemperaturen bis 950 °C und statische Lasten bis 20 kN. Um noch höhere Prüftemperaturen und flexiblere Last- und Temperaturzyklen zu realisieren, wurde der Prüfmaschinenpark durch vier Kappa 50 LA-Spring Kriechprüfmaschinen von ZwickRoell erweitert. Damit lassen sich sowohl Zeitstand- als auch Relaxationsversuche inklusiven Last- und Temperierblöcken durchführen. Die Prüfmaschinen sind mit Hochtemperaturöfen bis 1.200 °C ausgestattet und erreichen eine Nennkraft von 50 kN. Zur direkten Dehnungsmessung an der Probe bis zum Bruch werden Hochtemperatur-Längenänderungsaufnehmer verwendet. Damit ist z. B. die Ermittlung von Kriechgleichungen möglich. Die Steuerung der vier Prüfmaschinen übernimmt ein Messrechner, die Daten werden auf einer zentralen Messwerterfassungsanlage verarbeitet und gespeichert.


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In zahlreichen Forschungsvorhaben hat die SPG gemeinsam mit Verbundpartnern aus der Industrie, Prüfinstituten und Hochschulen wesentlich zur Generierung einer soliden Datenbasis von Langzeitkennwerten moderner warmfester Werkstoffe und deren Schweißverbindungen beigetragen. Die realen Messdaten haben letztlich auch in verschiedenen Regelwerken Einzug gefunden und stellen heute eine wichtige Basis zur sicheren Auslegung von Hochtemperaturbauteilen dar.

„Die Prüfmaschinen von ZwickRoell passen perfekt in unseren schon vorhandenen großen Prüfmaschinenpark, erweitern jedoch durch höhere Prüftemperaturen und –lasten und flexible Prüfzyklen unsere Testmöglichkeiten im Hochtemperaturbereich wesentlich. Damit können wir als Prüfdienstleister einen noch besseren Service für unseren Kundenkreis aus der Energieindustrie sowie aus Raffinerien und Chemieanlagen anbieten“, so Dr. Seliger zur Investitionsentscheidung für ZwickRoell.


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