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ASTM D6484: Open-Hole Compression OHC | ASTM D6742: Filled-Hole Compression FHC

Kerbdruckversuche

Die Normen ASTM D6484 und ASTM D6742 beschreiben die Prüfverfahren Open Hole Compression (OHC) und Filled Hole Compression (FHC) an Composite Material.

Mit dem Open Hole Compression (OHC) Versuch nach ASTM D6484 wird der Einfluss einer Bohrung auf die Druckfestigkeit eines Laminats bestimmt. Das Verhältnis der OHC Festigkeit zur Druckfestigkeit des gleichen ungekerbten Laminats ergibt den OHC Kerbfaktor bzw. den OHC Knockdown Faktor.

Wird in das Loch der Probe ein Niet oder ein Bolzen gesetzt, spricht man vom Filled Hole Compression (FHC) Versuch. Analog liefert der Vergleich der FHC Festigkeit mit der Druckfestigkeit des gleichen ungekerbten Laminats den FHC Kerbfaktor bzw. den FHC Knockdown Faktor.

Auch die Normen Boeing BSS 7260 (Type I) und AITM 1.0008 beschreiben die Standard-Prüfverfahren Open-Hole Compression und Filled-Hole Compression.
 

Open Hole Compression & Filled Hole Compression

Open Hole Compression Tests und Filled Hole Compression Tests werden stets mit multidirektionalen Laminaten durchgeführt. Eine Dehnungsmessung ist nicht zwingend, da die Festigkeit der entscheidende zu ermittelnde Kennwert ist.

Für den Open Hole Compression Versuch nach ASTM D6484 und den Filled Hole Compression Versuch nach ASTM D6742 wird je nach verwendetem Einheitensystem ein 300 mm langer und 36 mm breiter oder 12 inch langer und 1.5 inch breiter Composite-Probekörper mit einer mittigen Bohrung verwendet. Der in der Boeing Industrie-Norm BSS 7260 Type I beschriebene OHC Probekörper ist ebenso 12 inch lang und 1.5 inch breit. Der Probekörper wird für den Versuch in die in der ASTM D6484 beschriebenen Stützvorrichtung eingespannt. Es wird zwischen einer Vorrichtung für das SI- und für das Imperial-Einheitensystem unterschieden.

Die Stützvorrichtung wird in einen beidseitig schließenden Hydraulik-Probenhalter eingesetzt. Der Krafteintrag in den Mittelteil der Probe erfolgt dann über Schub im eingespannten Bereich. Alternativ kann die Stützvorrichtung zwischen zwei Druckplatten eingesetzt werden. Hier erfolgt der Krafteintrag über die Endflächen der Vorrichtung und der Probe. Einzig gültiger Versagensmode ist Druckversagen am Loch.

Die Airbus Druckprüfnorm AITM 1.0008 enthält neben den Anweisungen für Druckversuche an ungekerbten Laminate (Probentyp A) auch die Beschreibung für Open Hole Compression (Probentyp B) und Filled Hole Compression (Probentyp C).

Aufgrund der analogen Probenabmessungen, verglichen mit den ungekerbten Probekörpern, können die OHC Probengrößen B1 und B2 sowie die FHC Probengrößen C1 und C2 in der ZwickRoell HCCF Druckvorrichtung geprüft werden.
 

Produkte für Open Hole Compression und Filled Holed Compression Versuche

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