ZwickRoell Hochtemperatur-Prüfmaschinen ermöglichen dem fem neue Anwendungsgebiete

Die zentralen Aufgaben der Abteilung Metallkunde am Forschungsinstitut für Edelmetalle + Metallchemie (fem) sind die Entwicklung und Herstellung, die Bearbeitung sowie die metallkundliche Untersuchung und Charakterisierung metallischer Werkstoffe für die Uhren-, Schmuck-, Dental- sowie Elektroindustrie. Dazu zählen Legierungen und Verbundwerkstoffe, deren Gefüge und Mikrostruktur im Hinblick auf mechanische, thermische und funktionelle Eigenschaften untersucht werden. Besonderes Augenmerk liegt dabei auf den Zusammenhängen zwischen Herstellung, Bearbeitung und Belastung von Werkstoffen und Legierungen im praktischen Einsatz.
1x1 Ofen_Maytec Extensometer

Mit den beiden Ende 2015 beschafften Universalprüfmaschinen wurde am fem die Möglichkeit geschaffen, metallische Werkstoffe auch in dehnungsgeregelten Versuchsabläufen (z.B. Spannungsrelaxationsprüfung bei Temperaturen bis 250°C) sowie Versuchen bei erhöhter Temperatur (z.B. Warmfestigkeitsprüfung, Kriechfestigkeitsprüfung, Bestimmung von Hochtemperatur-Formgedächtniseigenschaften) mechanisch zu charakterisieren.

Die mit einer Temperierkammer ausgestattete RetroLine ermöglicht dem fem Prüfungen im Temperaturbereich von -70 °C bis zu +200 °C. Bei erhöhten Temperaturen bis zu 1.250 °C in Luft findet die Z100 AllroundLine-Prüfmaschine inklusive Hochtemperatur-Ofen und -Extensometer ihren Einsatz. Geprüft werden Edelmetall-Legierungen, die von fem für die Schmuck-Industrie neu entwickelt werden, neue Kupferwerkstoffe für elektrische Anwendungen, Probenmaterial aus additiven Fertigungsverfahren, Proben aus Gießversuchen von hochschmelzenden und reaktiven Legierungen sowie Proben neu entwickelter metallischer Werkstoffe.


makroXtens für Versuche bei Raumtemperatur

In den vom BMWI geförderten Forschungsprojekten AiF-IGF 17278N und 18597N wurden in zahlreichen Zug- und Relaxationsversuchen Werkstoffkenndaten für den Werkstoff CuNi1.5Si, einer hochfesten und dabei hochleitfähigen, niedriglegierten Kupferlegierung für die Elektroindustrie, erhoben. Aus den ermittelten Werkstoffkenndaten wurde ein Werkstoffmodell erstellt, weiterentwickelt und präzisiert, mit dem eine genauere Vorhersage des Werkstoff- oder Bauteilverhaltens durch Simulation möglich ist.

Wichtige Argumente für die Beschaffung der Prüfmaschinen von ZwickRoell waren für das Forschungsinstitut die hohe Genauigkeit der Extensometer, die präzise Regelung sowie die Möglichkeit, Versuchsabläufe frei zu definieren.



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