laserXtens 2-220 HP Extensometer

Das laserXtens 2-220 HP misst ganz ohne Messmarken und berührungslos mit höchster Genauigkeit in Zug-, Druck- und Biegeprüfungen an Metallen. Dehngeschwindigkeitsgeregelte Versuche nach ISO 6892-1 Methode A1 „Closed Loop“ führt das System zuverlässig aus. Das laserXtens ist einfach bedienbar und wartungsarm. Es lässt sich auch ideal in automatisierten Anlagen einsetzen, da keine manuelle Probenvorbereitung notwendig ist.

  • Das laserXtens benötigt keine Probenmarkierungen. Sie sparen viel Zeit und damit Kosten, insbesondere bei hohem Probendurchsatz
  • Optionale Breitenänderungsmessung und r-Wertbestimmung ebenfalls ohne Probenmarkierung
  • Kein Bedienereinfluss oder Einfluss auf die Werkstoffkennwerte
  • Sehr einfache Bedienung des Systems
laserXtens 2-220 HP

Anwendungsbereich

Extensometer aus der Familie der laserXtens-Systeme messen berührungslos und mit höchster Genauigkeit. Eine Applikation von Messmarken ist aufgrund des Messprinzips nicht notwendig. Daraus ergibt sich für den Einsatz der laserXtens-Systeme ein weites Anwendungsfeld:

  • Zug-, Biege- und Druckprüfungen vorzugsweise an Metallen oder anderen Materialien, die das Laserlicht an der Oberfläche streuen.
  • Prüfungen an berührungsempfindlichen Proben oder Proben mir hoher Bruchenergie.
  • Hochgenaue Prüfungen in Temperierkammern und Hochtemperaturprüfungen
  • Anwendungen, in denen mehr als zwei Messpunkte genutzen werden, z.B. biaxale Verformungsmessungen oder Dehnungsverteilung.
  • Messungen an kleinen Probengeometrien oder Bauteilen.

Aufgrund der Flexibilität und einfachen Handhabung eignet sich der laserXtens sowohl für Anwendungen im klassischen Qualitätssicherungsbereich als auch in der Forschung und Entwicklung.

laserXtens 2-220 HP

Der Messkopf des laserXtens 2-220 HP besteht aus zwei digitalen Kameras, die auf motorisierten Schlitten montiert sind. Dadurch lassen sich die Abstände der Kameras zueinander variieren und somit unterschiedliche Ausgangsmesslängen realisieren.
Das laserXtens 2-220 HP ist zum Einsatz mit Temperierkammern geeignet.
Außerdem kann das laserXtens 2-220 HP für dehngeschwindigkeitsgeregelte Versuche nach ISO 6892-1 Methode A1 „Closed Loop“ eingesetzt werden (für Messlängen ≥ 50 mm).

Anwendungsbeispiel laserXtens 2-220 HP

Bleche und Flachstahl nach ISO 6892-1

  • Spezielle Vorteile in der Anwendung:
  • Dehngeschwindigkeitsgeregelte Versuche nach ISO 6892-1 Methode A1 „Closed Loop“ eingesetzt werden (für Messlängen ≥ 50 mm).
  • Ermittlung der Bruchdehnung auch bei Prüflingen mit hoher Bruchenergie - keine Beschädigung durch harte Schläge bei Bruch.
  • Keine Probenmarkierung erforderlich, dadurch hohe Zeitersparnis.
  • Option zweite Messachse: Bestimmung der Breitenänderung und des r-Werts nach ISO 10113.
  • Breitenmessung immer zentriert: Durch die Anbindung an die Traverse wird das Extensometer mitgeführt. Das ergibt einen größeren Messbereich und das System wird automatisch immer mittig zum Messlänge positioniert.
  • Optionale Temperierkammer oder Anbindung für Prüfung unter Hochtemperatur.
  • Hochgenaue Prüfungen in der ZwickRoell Temperierkammer: Temperaturregelung und Luftverteilung in der Temperierkammer sind so optimiert, dass die Auflösung des laserXtens selbst unter Temperatur nur minimal beeinträchtigt wird.
  • Unempfindlich gegenüber Umgebungseinflüssen (z.B. Luftverwirbelungen): der flexible Tunnel minimiert Signalstörungen.

Die wesentlichen Vorteile und Merkmale

Prüfen ohne Probenmarkierung

  • Prüfen ohne Probenmarkierung
  • Durch seine einzigartige Technologie benötigt der laserXtens keine Probenmarkierungen.
  • Sie sparen viel Zeit und damit Kosten, insbesondere bei hohem Probendurchsatz.
  • Bei Optionen, die mehrere Messpunkte oder ganze Probenflächen erfassen fällt der Vorteil besonders ins Gewicht.
  • Einfacher Einsatz in Temperierkammern, wo das Anbringen von Messmarken durch die Umgebungsbedingungen sehr schwierig sein kann.
  • Ideal in automatisierten Anlagen, da keine manuelle Probenvorbereitung notwendig ist.

Einfache Bedienung

  • Einfache Bedienung
  • Manipulationsgeschützt: Die Gehäuse der Komplettsysteme werden verlackt, an den Objektiven kann nichts verstellt werden. Eine wichtige Voraussetzung für sichere Prüfergebnisse.
  • Simple Ausrichtung auf die Probe: Durch die Anbindung an die Traverse wird das laserXtens mittig zu den Messmarken ausgerichtet. Das geht sehr schnell, durch die einfache Höhenverstellung. (nicht beim laserXtens 1-15 HP).
  • Kompensation von unterschiedlichen Probendicken und Prüfung von Scherproben.
  • Verschleißfreies System, und somit wartungsarm. Die Systeme weisen zudem eine sehr hohe Lebensdauer auf.

Hohe Genauigkeit

  • Hochgenau bis ins Detail
  • Das laserXtens verfügt über eine hohe Präzision im Mikro und Makro-Messbereich.
  • ZwickRoell Extensometer übertreffen die Normanforderungen und werden im gesamten Messbereich nach ISO 9513 in Genauigkeitsklasse 0,5 kalibriert.
  • Kalibrierung in Genauigkeitsklasse 0,5 nach ISO 9513 mit erstem Kalibrierpunkt bereits ab 20 μm.
  • Industrietaugliche Kameras und hochwertige Objektive mit geringer Verzeichnung.
  • Es können Proben ab 1 mm Breite/Durchmesser geprüft werden. Nach Vorprüfungen eventuell auch kleinere Proben.
  • Im Gegensatz zu berührenden Aufnehmern oder reinen Videolösungen kann der laserXtens mit hoher Genauigkeit auch Dehnungen an kurzen Proben mit Messlängen ab 3 mm messen.
  • Anbau des laserXtens mit schwingungsarmen, stabilen Haltearmen.
  • Gehäuse schützt vor Schmutz und Staub, sowie ungewollter Dejustage der Komponenten.
  • Exakte Synchronisierung aller Messkanäle.
  • Ein Tunnel minimiert Umgebungseinflüsse, wie z.B. Luftverwirbelungen

Automatische Mittenzentrierung

  • Durch die automatische Mittenzentrierung erhöhen wir den Messweg und die Messgenauigkeit
  • Mit der Anbindung an die Traverse wird der laserXtens mit halber Traversengeschwindigkeit mitgeführt, so bleibt der Prüfungsvorgang automatisch im Fokus und der Messbereich wird optimal ausgenutzt.
  • Dadurch ergibt sich auch eine erhöhte Messgenauigkeit des Systems, da die Messmarken im Bild weniger wandern und in der (genaueren) Mitte des Objektivs erfasst werden.

Software Optionen 

Prüfsoftware testXpert III bietet für die berührungslose Längenänderungsmessung und Dehnungsverteilung verschiedene Optionen für eine präzise und nachvollziehbare Messung. 

Test Re-Run

Das optionale Test Re-Run-Modul ermöglicht anhand einer Bilderserie, die während eines Versuches aufgezeichnet wurde, die nachträgliche Neukalkulation der Dehnung unter Verwendung einer anderen Ausgangsmesslänge (sofern mehrere Markierungen vorhanden sind). Dies kann von besonderem Vorteil sein, wenn es z. B. in der Bauteilprüfung darum geht, lokale Dehnungen an unterschiedlichen Stellen auszuwerten, oder wenn im Standard-Zugversuch die Einschnürung der Probe außerhalb der ursprünglichen Ausgangsmesslänge eingetreten ist.

Automatische Symmetrierung der Dehnung um eine Einschnürung nach ISO 6892-1, Anhang I

Über die Prüfsoftware testXpert kann die neu kalkulierte Dehnung selbstverständlich mit den anderen Messwerten im Nachhinein synchronisiert werden.

Dehnungsverteilung

Die Option Dehnungsverteilung ermöglicht die Bestimmung von lokalen Dehnungen an mehreren Messstellen entlang der Messlänge der Probe. Die Auswertung von bis zu 16 Messstellen ist möglich. Ferner kann durch diese Option eine Symmetrierung der Anfangsmesslänge um die Einschnürung automatisch in Echtzeit erfolgen (nach Anhang I, ISO 6892-1).

Video Capturing

2D-Punktematrix

Diese Option erlaubt die zweidimensionale Vermessung von Messpunkten auf einer ebenen Probenfläche. Dadurch ist es möglich, lokale Dehnungen und Inhomogenitäten des Probekörpers unter Last zu ermitteln. Als Messwerte stehen sowohl die X- und Y-Koordinaten als auch die Distanzen zwischen den Punkten zur Verfügung
Bis zu 100 Messpunkte in beliebiger Anordnung oder in Matrizenform können vermessen werden.
Die Darstellung in testXpert III ist auf 15 Kanäle begrenzt.

Option zweite Messachse 

Mit dieser Option kann gleichzeitig zur Bestimmung der Längsdehnung eine lokale Querdehnung gemessen werden.

Messung der Durchbiegung 

Die Option Dehnungsverteilung ermöglicht die Bestimmung von lokalen Dehnungen an mehreren Messstellen entlang der Messlänge der Probe. Die Auswertung von bis zu 16 Messstellen ist möglich. Ferner kann durch diese Option eine Symmetrierung der Anfangsmesslänge um die Einschnürung automatisch in Echtzeit erfolgen (nach Anhang I, ISO 6892-1).

Technische Daten

laserXtens 2-220 HP

Typ

laserXtens 2-220 HP

Artikel-Nr.

1043978

Anfangsmesslänge

3 ... 200

mm

Messweg mit Speckle Tracking

  • Anfangsmesslänge: 3 ... 25 mm; Max. Messweg: 25 mm - Anfangsmesslänge (Messung mit einer Kamera)
  • Anfangsmesslänge: 20 ... 180 mm; Max. Messweg: 50 mm
  • Anfangsmesslänge: 180 ... 200 mm; Max. Messweg: 220 mm - Anfangsmesslänge

Messweg Durchflussmessung

Nach dem Messweg durch Speckle Tracking schaltet der laserXtens auf Durchflussmessung um.

Dehngeschwindigkeitsregelung nach ISO 6892-1 Methode A1

ab 50[1]

mm

Auflösung

0,07

µm nach EN ISO 9513

Genauigkeitsklasse

gemäß EN ISO 9513

0,5

gemäß ASTM E83

B2 ab Messlänge 15 mm

Typische Messfrequenz (einstellbar)

70

Hz

Messgeschwindigkeit, max. am Messpunkt

500

mm/min

Probendicke

Flachproben, gemessen auf der breiten Seite

≤30

mm

Flachproben, gemessen auf der Probenkante

>1[2]

mm

Rundproben

1 ... 30[2]

mm

Maße:

Höhe

460

mm

Breite

485 ... 745

mm

Tiefe

140

mm

Umgebungstemperatur

+10 ... +35

°C

Mindestversion

testXpert II V3.71 oder testXpert III

Laserschutzklasse gemäß DIN EN 60825-1 (11-2001)

2[3]

Lieferumfang

Messkopf mit motorisierter Messlängenverstellung (automatische L0- Einstellung), 2 digitale Kameras inkl. Objektive f=75 mm, 2 Laserlichtquellen rot, Software für Bilderfassung, Auswertung der Kreuzkorrelation und Übergabe an testXpert III, Zubehörkoffer mit Skalierhilfe

  1. Nicht in ZwickRoell Temperierkammer
  1. Vorversuche sind für Proben mit Probendicke < 1 mm notwendig.
  1. Keine Schutzmaßnahmen erforderlich.
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