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Eindrückhärte

ISO 2439, DIN 53577, DIN 53579-1, ASTM D 3574, ASTM D 3579
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Eindrückhärte

  • Für Formschäume wie Fahrzeugsitze und Matratzen ist die Eindrückhärte einer der wichtigsten Kennwerte, mit denen die Qualität, zum Beispiel der Sitzkomfort, beschrieben wird. Diese Formteile  werden üblicherweise nach DIN 53579-1 geprüft. In der Sitzkissenprüfung werden die Proben zur Prüfung in speziell geformte Matrizen eingelegt.
  • Auch in der Werkstoffprüfung spielt diese Versuchsart eine wichtige Rolle. Normen wie die ISO 2439 und die ASTM D 3574 legen die Prüfabläufe im Detail fest.
  • Die Messmethode entspricht einer Härtemessung. Ein definierter Eindringkörper wird in eine deutlich größere Oberfläche eingedrückt und die dazu erforderliche Kraft kontinuierlich gemessen. Der Ablauf besteht aus mehreren Vorbelastungszyklen, in denen noch Zellen aufbrechen und der Schaum in einen mechanisch definierten Zustand gebracht wird. Es folgt ein Messzyklus. Das Ergebnis wird durch Kraftwerte dargestellt, die an definierten Eindrückungen nach Ablauf von festgelegten Haltezeiten erfasst wurden.
  • Ein Vorteil dieser Methode gegenüber der Stauchhärtemessung ist der Wegfall des Schnittkanteneinflusses. Der gewonnene Messwert stellt  bei hinreichender Größe des Probekörpers einen dimensionsunabhängigen und vergleichbaren Kennwert dar, der sich gut für die Qualitätssicherung eignet.

Eindrückhärte Normprobekörper ISO 2439 , ASTM D 3574-B1

ISO 2439 stellt ein Laborverfahren zur Messung der Eindrückhärte an Normprobekörpern zur Verfügung

  • Beanspruchung durch einen Eindringkörper, der kleiner als der Probekörper ist. 
  • Der Eindringkörper ist eben, kreisrund mit Durchmesser 200 bis 203 mm und hat einen Kantenradius von 1 mm.
  • Die Auflageplatte ist größer als der Probekörper und gelocht, damit kein Luftpolster entstehen kann.  
  • Messung an Blockschaum sowie Formschaum, wenn mit ebener Unterlage geprüft werden kann
  • Wird auch als ILD-Test oder IFD-Test bezeichnet. 
  • Härtewert für geschnittene, quaderförmige Probekörper
  • Normen enthalten teils ein breites Methodenspektrum
     

Eindrückhärte an Formschäumen DIN 53579-1

Die Formschaumprüfung wird in vielen Automobilnormen in unterschiedlichen Ausprägungen beschrieben. 

  • Anwendungsbereich sind Fahrzeugsitze, Kopfstützen, Seitenteile, Matratzen, Möbelpolster
  • Eindrückverfahren, ähnlich dem in der ISO 2439 festgelegten Prinzip
  • Bei vielen Formschäumen gibt es für jede Bauform  einen spezifischen Unterbau. (Matritze)
  • Neben dem Standard-Eindruckstempel existiert eine große Anzahl spezieller Stempel 
  • Bestimmt wird die Eindruckhärte bzw. die Resthöhe unter Last
  • Auf ISO-Ebene gibt es hierzu keine Normung
  • Daimler und BMW wenden die DIN an, der Ablauf bei VW basiert auf der DIN, enthält aber weitere Methodenbeschreibungen. 
     

Kraft-Eindrückweg-Diagramm

 beim Eindrückversuch an Formschäumen nach DIN 53579-1

Eindrückversuch an größeren Formschäumen mit CLine

  • Für größere Formschäume wurde bei ZwickRoell ein Lastrahmen entwickelt, der durch seine C-förmige Bauweise eine gute Zugänglichkeit von 3 Seiten erlaubt.
  • Für Matratzen steht zusätzlich ein Verfahrtisch zur Verfügung, mit dem die Matratze leicht in die gewünscht Prüfposition verschoben werden kann. 
  • Zur Prüfung von kleineren Formteilen  oder zur Durchführung von Zugversuchen können an diesem Maschinentyp die seitlichen Auflageplatten heruntergeklappt werden. 
     

Normen für diese Prüfung

Normprobekörper

  • ISO 2439
  • GMI 60283 - part 7
  • ASTM D 3574 test B1
  • TSM 7100G - section 4.2
 

Messungen an Formschäumen

  • DIN 53579
  • ASTM D 3574 – B1
  • ASTM D 3574 – B2

 

 

 
  • Daimler DBL 5452
  • BMW QV 52009 Teil 1
  • VW PV 3410, Abschn. 4.3, 4.4
  • FIAT 7.M8300-D1
  • Nissan M 0086
 
  • PSA 41 1427
  • General Motors GMW 14359
  • Toyota TSF 6223G
  • Ford WSS-M15P20-B1/B2

 

 

 

 

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