Prüfung von Drähten und Kabeln

Draht ist eine sehr weit verbreitete Erzeugnisform von Metallen; alle Metalle können zu Draht geformt werden. Drähte finden in allen produzierenden Industriebranchen ihre Verwendung: im Bauwesen, in der Elektrotechnik und Energietechnik, im Flugzeugbau und Automobilbau, in der Medizintechnik. Zu Kabeln geflochten erschließt sich Draht tragende Anwendung bei Drahtseilbahnen, Liften, Kranen sowie Brückenbau, Verankerungen und Befestigungen und vieles mehr. Wegen der unterschiedlichsten Anwendungen sind auch die mechanisch-technologischen Anforderungen sehr verschieden und die Prüfung von Kennwerten häufig im hohen Maße sicherheitsrelevant.
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Für die Probenaufnahme kommt neben einem Gabelkopf zum Anschluss der kundeneigenen Kabeleinhängung, ein Hydraulik-Probenhalter in einem separaten zweiten Prüfraum zum Einsatz. Somit können normale Rundproben geprüft werden – eine zusätzliche Zugprüfmaschine für Rundmaterialien wird nicht mehr benötigt.

Die Prüfsoftware testXpert II unterstützt den Anwender bei der Einrichtung und Durchführung der Prüfungen sowie bei der Auswertung der Prüfergebnisse. 
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Härteprüfungen

Härteprüfungen an Drähten werden nicht nur auf der Oberfläche, sondern auch im Drahtkern vorgenommen. Für die Härteprüfungen im Kern werden Schliffe des Drahtquerschnittes hergestellt und die Härtewerte überwiegend nach Vickers (DIN EN ISO 6507-1) bestimmt. Drähte werden gewalzt, Drähte kleineren Durchmessers werden gezogen. Dabei unterliegt der Werkstoff einer Kaltverfestigung und auch Veränderungen in der Korngeometrie. Bei kaltgezogenen Drähten bilden sich gestreckte Gefügebestandteile aus, die mit Hilfe des Knoopverfahrens (DIN EN ISO 4545-1) effizient geprüft werden können. Die hier meistens eingesetzten Härteprüfverfahren werden mit den ZwickRoell Härteprüfgeräten zur Kleinkraftvickershärteprüfung und Mikrovickershärteprüfung realisiert.
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Umlaufbiegeversuche

Drähte werden in vielen Anwendungen unterschiedlichen Wechselbeanspruchungen ausgesetzt. Die Ermittlung der Betriebsfestigkeit kann in Umlaufbiegeversuchen einfach und schnell durchgeführt werden. Die mit hoher Drehzahl (bis 6000 U/min) rotierende Probe wird zusätzlich mit einer Kraft senkrecht zur Drehachse belastet. Diese Biegung sorgt zusammen mit der Drehung für eine Zug-Druck-Wechselbeanspruchung der Probenoberfläche. Die Probenvorbereitung, insbesondere eine makellose Oberfläche, sind hierbei von besonderer Wichtigkeit.
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Neue Ausgabe der DIN EN ISO 6892-1 - Metall Zugversuch bei Raumtemperatur

Im Februar 2017 ist die zweite Ausgabe der Norm DIN EN ISO 6892-1 für den Metallzugversuch als nationale Norm veröffentlicht worden. Die nationale Norm ist die Übersetzung der zweiten Ausgabe der internationalen ISO 6892-1, die bereits in 2016 veröffentlicht werden konnte.
ISO 6892, ASTM E8 Zugversuch Metall

Zugversuche

Zugversuche an Draht sind eine Herausforderung an die Probenhalter. Drähte können sehr dünn und gleichzeitig von sehr hoher Festigkeit sein. Sie können zur Prüfung nicht bearbeitet werden und müssen daher als Abschnitte gespannt werden. Allein das Klemmen zwischen Spannbacken kann Ursache für Versagen an nicht gewollter Stelle sein. ZwickRoell hält hier Probenhalter mit verschiedenen Klemmtechniken für die sichere Prüfung bereit. Für die Dehnungsmessung kann bei dünnen Drähten der optische Längenänderungsaufnehmer videoXtens eingesetzt werden, bei dickeren Drähten optische oder berührende Langwegaufnehmer.

  • Weites Spektrum von Spannwerkzeugen
  • Für Einzeldrähte: Für jede Anwendung der richtige Längenänderungsaufnehmer

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Zugversuche an Spannlitzen

Bei Spannlitzen sind mehrere Drähte ineinander gewunden, die sich unter Zugbelastung zu entwinden versuchen. Hier bietet ZwickRoell eine spezielle Klemmtechnik, die nicht zum vorzeitigen Versagen an ungewollter Stelle führt. Der Bruch dieser Spannlitzen geht meistens einher mit dem Ausschlagen einzelner Drähte. Berührende Längenänderungsaufnehmer würden hier sehr schnell beschädigt, daher setzt ZwickRoell hier auf optische Langwegaufnehmer.

Optischer Langwegaufnehmer:

  • Langer Messweg bis 900 mm
  • Hohe Auflösung von 5 μm über den gesamten Messweg

Für Zugversuche an Drahtseilen sind neben hohen Kräften auch hohe Dehnungen zu berücksichtigen. Das führt bei Versagen dazu, dass gerissene Einzeldrähte mit hoher Energie zurückschlagen. Sicherheitsvorkehrungen müssen getroffen werden, damit von der Prüfung keine Gefahren ausgehen.

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