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Instrumentierte Eindringprüfung nach ISO 14577

Das Prüfverfahren der instrumentierten Eindringprüfung wird zur Bestimmung der Härte und anderer Werkstoffparameter verwendet. Das Ergebnis der Prüfung ist die kontinuierliche Kraft-Eindringtiefen-Kurve während des gesamten Prüfzyklus. Die Kraft-Eindringtiefen-Kurve wird an mehreren Stellen zur Auswertung herangezogen, um umfassende mechanische Werkstoffeigenschaften – innerhalb von nur einer Prüfung – zu ermitteln. Dieses Verfahren deckt alle Härtegrade vom Streifenthermoplasten bis zu sehr harten Metallen ab und erlaubt damit eine bessere Vergleichbarkeit des Werkstoffverhaltens. 

Werkstoffeigenschaften

Die Kraft-Eindringtiefen-Kurve und verschiedene Abläufe des Belastungsvorgangs erlauben eine umfassendere Beschreibung der mechanischen Werkstoffeigenschaften wie:

  • Plastische und elastische Anteile der Eindringarbeit
  • Martens-Härte HM
  • Volumenhärte HMs
  • Eindringhärte HiT
  • Elastischer Eindringmodul EiT
  • Kriechverhalten
  • Relaxationsverhalten

Vorteile der instrumentierten Eindringprüfung

  • Anwendung für alle Werkstoffe.
  • Möglichkeit der Automatisierung.
  • Einsatz in Produktionskontrolle.
  • Ermittlung des Härtewerts aus elastischer und plastischer Deformation.
  • Unabhängigkeit des Härtewerts von der Prüfkraft für Eindringtiefen ≥ 10 μm.
  • Zusätzliche Informationen über den Werkstoff durch Kraft- Eindringtiefen-Kurve.
  • Zusätzliche Kenndaten über das mechanische Werkstoffverhalten möglich (Relaxation/Kriechen des Werkstoffes, elastischer und plastischer Anteil der Eindringarbeit, plastische Härte, elastischer Eindringmodul).

Nachteile der instrumentierten Eindringprüfung

  • Mit kleiner werdenden Eindrücken erhöhte Anforderungen an die Güte der Probenoberfläche (Eindringtiefe ≥ 20 · Mittenrauhwert).
  • Anfälligkeit gegen Erschütterungen, insbesondere im Eindringtiefenbereich h < 15 μm.
  • Fehler möglich durch elastische und bleibende Verlagerung der Probe und der im Kraftfluss liegenden Bauteile während des Prüfvorgangs.
  • Empfindlichkeit des Verfahrens gegen Formabweichungen des Eindringkörpers, besonders im Bereich der Spitze.

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